Fat Paula

Von Bau eines massiven Wohnzimmertisches war ein ordentliches Stück Olivenholz übrig geblieben. Es hatte genau die richtige Größe.

 

"Wie klingt wohl eine Les Paul aus Olivenholz?"

 

Ich erwarte einen durchsetzungsfähigen, warmen Klang mit viel Sustain. Also habe ich einen Mahagoni-Hals im Internet bestellt und meine alte Les Paul Kopie als Schablone für den Korpus genutzt.

Und dann ging es los...

 

Etwas fetter als üblich sollte sie werden. Ein paar Seymour Duncan Pearly Gates und einen 6-Wege Toggle Switch von Freeway hab ich ihr gegönnt, eine Schaller-Bridge, Kluson Locking Mechaniken und einen Knochensattel. Es war ein hartes Stück Arbeit aber am Ende hielt ich ein wunderschönes, einzigartiges Instrument in den Händen. Musste dabei ordentlich zupacken, denn meine fette Paula wiegt über 6 Kilogramm. Mit einem breiten Gurt gewöhnt man sich aber schnell an das Gewicht.
Ganz großen Dank an Gitarrenbauer Johannes Reyels aus Berlin, der mich bei dem Projekt mit Rat und Tat sehr unterstützt hat.
Was den Sound betrifft, wurden meine Erwartungen mehr als erfüllt. Durch die 2 splittbaren Humbucker ist meine fette Paula auch noch extrem vielseitig. Ohne es wirklich erwartet zu haben, hatte ich plötzlich eine selbst gebaute Les Paul in den Händen, die besser spielbar war und besser klang, als viele Markeninstrumente, die ich vorher jemals gespielt
hatte.
Ich liebe meine fette Paula!

 


die Rahmen für die Humbucker und die Kappe für den Toggle Switch sind handgefertigte Einzelstücke aus Ebenholz

 


Olivenholz und Mahagoni passen farblich sehr gut zueinander


die Abdeckung für den Halsstab habe ich passend zum Korpus aus einem kleinen Stück Olivenholz gemacht


hier noch ein paar Schnappschüsse aus der Entstehungsphase: